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Sonntag, 5. Juni 2011

Volksradfahren am Vatertag

Am Vatertag bzw Christi Himmelfahrt fand wieder der alljährliche Mülheimer Fahrradfrühling auf der Schleuseninsel mit dem Volksradfahren, einer kleinen RTF statt. Da musste ich nach ein paar Jahren Pause mal wider mitfahren.

Es waren wieder viele Familien mit Kindern unterwegs. Die Väterdichte hatte ich allerdings höher erwartet. Vielleicht lags an der Strecke oder ich war so spät unterwegs, dass die Bollerwagenschieber alle schon in der Kneipe waren :-)

Und siehe es geschehen Wunder:Ich hab nicht nur einen Liegeradler getroffen, sondern sogar einen echten ZOX Biker! Der war mit einem ZOX 26 unterwegs und wir trafen uns an der Bahnstrecke unweit von DB Gleisbau in Duisburg

Die 30km-Kurzstrecke der Rundfahrt führte in diesem Jahr über Saarn, Selbeck, Mintard und Kettwig. Wer sich die große Schleife mit 40 Kilometern zutraute, bog in Saarn Richtung Duisburg-Wedau ab, fuhr ein Stück entlang der Bahnstrecke nach Süden und dann über Breitscheid nach Kettwig.

Die Strecke war wie immer gut bezeichnet, aber ich hätte mir natürlich trotzdem zusätzlich einen GPS-Track zum Download gewünscht. Mittels der Karte (PDF, leider nur grob aufgelöst für Bildschirmdarstellung) und mit Hilfe von Google Maps habe ich mir am Vormittag eine grobe Route mit 50 Punkten zusamengeklickt.

Wie gesagt, die Wegweisung mit aufgesprühten Bodenpfeilen war wie immer vorbildlich,. In letzter Minute wurde noch eine Änderung aufgrund einer Straßenbaustelle in Kettwig notwendig, die die Markierer vom RC Sturmvogel nachgemalt haben, aber meine GPS-Route war trotzdem hilfreich. Manchmal rauscht man einfach an einem übersehenen Abbiegepfeil vorbei und mit Routing merkt man das auch sofort. Dann muss man auch nicht unbedingt umdrehen, sondern kann auch bis zur nächsten Korrekturmöglichkeit parallel zur Route fahren.

Während der Fahrt habe ich mit dem etrex einen Track aufgezeichnet und anschließend nachbearbeitet, der jetzt bei GPSies.de zum Download bereitliegt.

Wenn Du ihn nachfährst, hinterlass mir doch hier oder bei GPSies einen Kommentar, wie's dir gefallen hat.

Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei allen Helfern und Aktiven beim RC Sturmvogel bedanken, die diesen tollen Tag ermöglicht haben! Die Sponsoren sollen natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, hiermit erledigt.

Einige Bilder vom Fest liegen bei derWesten.de

Sonntag, 29. Mai 2011

Tourenplanung mit GPS

Ich war gegenüber der GPS-Navigation immer ein wenig skeptisch. Im Prinzip stellte ich mir etwas wie ein vollständiges Navigationsgerät für's Auto vor: "An der nächsten Kreuzung biegen sie rechts ab". Sowas ist super, wenn man in unbekannter Umgebung an ein bestimmtes Ziel möchte, ohne Kompromisse.

Aber da ich ja auch mal gern durch Wald und Wiesen fahre, war da nichts großes von zu erwarten, denn die Karten sind ja bekanntlich für Autofahrer ausgelegt und beschränken sich damit auf (breite) Straßen. Nun soll es ja inzwischen auch spezielle Fahrradnavis geben, aber ich bin schon auf zu viele Versprechen reingefallen, um mir so was zu schnappen, außerdem ist mein Budget (auch für Gadgets) recht knapp.

Karte und Kompass beherrsche ich zwar, aber in voller Fahrt die Karte zu lesen und gleichzeitig die Straße und den Verkehr beachten, das fiel und fällt mir schwer. Also halte ich immer wieder zum Lesen der Karte an. Wenn dann noch Unklarheiten auftreten oder die Beschilderung plötzlich weg ist, steht man mehr als dass man fährt. Auf die Dauer ist das wenig erfreulich.

Also blieb nur noch die Variante des kartenlosen GPS-Gerätes, mit dem man vorbereitete Routen in Form von Wegpunkten in fester Reihenfolge oder auch Tracks nachfahren kann. Hier macht man die Navigation zu Hause am Computer und lädt die vorbereitete Route dann als Datei auf dem GPS-Gerät ab. Ein erprobtes Verfahren, das schon lange von Radlern, Wanderern und Geocachern angewendet wird. Die Papierkarte kommt auch mit, aber nur als "Backup".

Die Aussicht, gegenüber "Onkel Tom Tom" alles im Voraus zu planen und keine dynamische Neuberechnung der Route zu haben, wenn man sich verfährt oder spontan einen anderen/schöneren Weg nimmt, schmeckte mir auch nicht so recht, aber irgendwann war der Leidensdruck mit der Papierkarte wie oben beschrieben einfach zu groß. Schlimmer geht's nimmer, dachte ich mir, also fischte ich mir ein Garmin etrex Summit aus der Bucht, um eigene Erfahrungen zu machen. So viele Wanderer und Radler können nicht irren.

Routenplanung mache ich teils mit dem Radroutenplaner NRW, der auch GPX-Tracks zum Download anbietet. Den verwandle ich dann mittels GPSBabel Frontend in eine oder mehrere Routen mit max. 50 Punkten (Garmin etrex macht nicht mehr pro Route) und transferiere sie auf's Gerät.
Vorher kann man mit Viking noch überprüfen, ob die Punktereduzierung nicht zu grob war, aber das passiert bei kürzeren Strecken (unter 20km) in der Regel nicht.

Jetzt, nach einigen Touren zu bekannten Zielen auf teils unbekannten Wegen bin ich insgesamt zufrieden. Nach einiger Zeit habe ich auch gelernt mit den Ungenauigkeiten zu leben und mich nicht verunsichern zu lassen, wenn ich einen Wegpunkt nicht genau erreiche oder mal ganz von der Route abweiche:
Dann wird ohne Anhalten auf die "Kartenansicht" (Routenlinie und eigene Position) umgeschaltert und so herausgezoomt, dass ich beides sehen kann und ich fahre bei nächster Gelegenheit "back on track", fertig.

Dienstag, 24. Mai 2011

Trainingseffekt: Es geht noch :-)

Vor einigen 5-10 Jahren habe ich alle paar Jahre eine größere Radreise gemacht und bin auf meinen regelmäßigen Fahrten immer mit dem Rad unterwegs gewesen, aber da ich im Ruhrgebiet lebe, bin ich nach 10 km schon in der nächsten Stadt, und dazu gibt's hier selten einen triftigen Grund...

Motivation...

Einen guten Grund brauche ich aber, um mich zu motivieren. Einfach nur so ne Feierabendrunde, zum Kilometer schrubben, das ist nix für mich, dafür bin ich einfach zu faul. Ich fahre Einkaufen, zur Arbeit, Freunde besuchen, etc., aber ich brauche ein Ziel. Das liegt aber eben fast nie weiter weg als die erwähnten 10 km und zum Training, z.B. für eine Radreise,  ist das ein wenig knapp..

Jetzt bin ich auch keine 20 mehr und irgendwie fluppt es nicht mehr so mit "mal eben 50-100 km" Tagesetappen ganz ohne Training, oder zumindest bilde ich mir das ein.

Hilft also nix, ich brauche mehr Training. Seit diesem Frühjahr überliste ich den inneren Schweinehund, indem ich mir andere Ziele und Motivationen suche:

Ich habe kein ÖPNV-Abo-Ticket mehr, also muss ich jetzt auch weitere Strecken als zuvor mit dem Rad machen. Außerdem gilt auch als Ziel eine mir bis dahin unbekannte Route zu fahren, um neues zu entdecken. Dafür gibt's ja diese feinen Routenportale, wo man GPS-Tracks und -Routen runterladen kann. Damit habe ich dann auch Zeit, die Landschaft anzuschauen, anstatt ständig anzuhalten zum Karte lesen.

Das Ergebnis bisher

Nach einigen 30km Fahrten zum Familienbesuch (früher mit Bus&Bahn), Touren mit Benjamin (20-50 km, Anstieg ca 200m, Link) und ein paar kleinen Entdeckungstouren innerhalb der letzten vier Wochen bin ich spürbar fitter und schneller geworden: Letzte Woche hatte ich's gar nicht eilig nach Oberhausen. Trotzdem bin ich mit Nachbrenner gefahren. Weil es ging :-) Nach 20 Minuten war ich da, ohne zwischendurch schlapp zu werden.  Reicht nicht für die TdF, aber ich war ziemlich begeistert.